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Dying Light – Zwei Redakteure beim Schnetzelfest! In Farbe und bunt!6 min read

17. August 2014 4 Minimale Lesezeit

Dying Light – Zwei Redakteure beim Schnetzelfest! In Farbe und bunt!6 min read

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Wer mich kennt, weiß, dass ich einen gewissen Hang zu Zombieschnetzel-Coop-Spielchen habe. Ob Left 4 Dead, Dead Island, 7 Days to Die, Project Zomboid oder demnächst wohl auch bald Dying Light von Techland! Ich war von all den Trailern mit den Schleicheinlagen in der Nacht zwar durchaus eingeschüchtert (ja, ich gebe zu, ein Schleichschisser zu sein), doch konnte ich es mir dann doch nicht verkneifen, gemeinsam mit meinem Kollegen Matthias die Zombiehorden niederzumetzeln.

Dying Light? Was ist das denn? Falls der Hypetrain tatsächlich eure Station verpasst hat, solltet ihr euch den damaligen Enthüllungs-Trailer vielleicht erst einmal anschauen, bevor ihr weiterlest.

Aha! Zombies! Und ein bisschen Parkour. Das ist doch stylisch! Während meinen ersten Gehversuchen in Dying Light wirke ich allerdings eher so elegant wie ein Elefant mit rosa Tutu im Porzellanladen. Ich habe die beiden Dead Islands zwar bis zum Geht-nicht-Mehr gespielt, doch war auch schon meine Faith in der Mirror’s Edge-Demo damals eher im als über dem Abgrund unterwegs. Was ich aber nicht verlernt habe: Zombies schnetzeln! Hämmer schwingen gehört schließlich zu meinen Qualitäten.

Dying Light Hands-On
Matthias und Caro beim kreativen Abschlachten aggressiver Stalker

Wir nehmen also Platz und lauschen der ersten Einführung durch die freundlichen George Tatoulis von Techland. Hier ein Schlag, da ein Tritt, hüpfen, ducken, Taschenlampe. Loot, Loot, Loot, sammel, sammel. Los geht es! Die ersten Dying Light-Zombies. Vollkommen überraschend reagieren sie auf Licht, toll! Hierher, bitte! Ich hab da noch en Hämmersche für Sie!

Ab ins Getümmel

Laut dem Entwickler von Dying Light befinden wir uns in der zweiten Hälfte des Spiels. Wir starten in der Kanalisation und sollen eine improvisierte Bombe im Nebenzimmer zünden, was wir natürlich sofort erledigen. Naja, Matthias macht das. Ich erliege wieder einmal dem Dead Island-Sammelwahn und stöbere in Mülltonnen, obwohl mir das im 20-Minuten-Hands-On wohl eher nicht allzu viel bringt. Was soll’s. Die Bombe tickt, wir sollten raus hier. Plötzlich aktiviert sich eine Coop-Challenge: schnetzel innerhalb eines gewissen Zeitraumes mehr Zombies als dein Mitspieler. Die richtige Herausforderung für mich, um Matthias zu zeigen, wer die Frau auf dem Zombiethron ist, doch leider ist meine Version etwas buggy, weshalb ich nicht aus dem Fahrstuhl herauskomme, um die Challenge überhaupt zu beginnen. Als ich dann doch endlich in der Zombiearena aka kleines Nebenzimmer ankomme, ist der Timer der Herausforderung gerade abgelaufen – schade. Aber in der Vollversion habe ich ja immernoch Gelegenheit dazu, meine Schnetzelfähigkeiten zu beweisen.

Die Herausforderungen sollen in Dying Light während den eigentlichen Quests etwas Abwechslung bringen. Wer keine Lust darauf hat, lehnt die Herausforderung einfach ab und kann vollkommen stressfrei der Storyline folgen. Zombiefans, denen normale Quests nicht ausreichen, sollten mit den Challenges wiederum glücklich werden. Hier ein Zombieschlachtfest, dort ein Wettrennen aus der Kanalisation. Wir sind gespannt, welche Varianten wir noch sehen werden und hoffen natürlich, dass diese nicht deplatziert wirken – wobei das zumindest in unserem Hands-On nicht der Fall war, da es fließend während der Quest eingebaut wurde und auch die Frage nach der Herausforderung nicht störend, sondern ganz dezent am oberen Bildschirmrand eingebaut ist.

dyinglight_screenshot06_gamescom

Weiter im Text. Die erste Zombiemeute ist besiegt, die ersten Tode gestorben. Zeitdruck finde ich anstrengend, doch lasse ich mich dennoch auf ein Wettrennen mit Matthias ein. Wir kommen an einem dicken Feuerwehrmann Sam vorbei, den wir aber lieber umgehen sollten, ängstlich versuche ich die Leiter zu erreichen, X! X! X! KLETTER HOCH! AHHH! Ich spüre den Atem des Feuerwehrmanns hinter mir, schaffe es aber doch noch, hochzuklettern und einige Absprünge zu meistern, obwohl ich bei Jump’n’Runs ähnlich begabt bin wie beim Schleichen. Mit leichter Verzögerung komme ich dann doch noch bei Matthias an und begrüße ihn mit einem seichten „Hi!“. „Na endlich“ wird er wohl gedacht haben – wir können raus.

Uns erwartet ein wohliger Sonnenuntergang.

Good Night, Good Luck

Moment. Sonnenuntergang? Ich erinnere mich an folgenden Trailer:

Mein Herz pocht. Zaghaft frage ich den Entwickler von Dying Light: „Wow, so it’s getting dark, eh?“ – „Yep! You should … run!“. Und das tun wir auch. Panisch versuchen wir unser Ziel zu erreichen, als uns Techland überrascht. Zwar gibt es in der aktuellen Version der Nacht keine aggressiven Zombiehorden wie im Video, doch gibt es den bereits bekannten Hunter, der gnadenlose Jagd auf die Überlebenden macht und bei Kontakt einen Instadeath zaubert. Neonlicht hilft, um ihn zu bremsen. Neben der Flucht vor dem Hunter, haben wir ein weiteres Ziel: wir sollen drei Ansammlungen von so genannten Hives zerstören. Im Boden verankerte Zombies, die nach dem Hammer rufen. Während wir das tun, will uns der Hunter natürlich ans Leder. Multitasking ist gefragt, gut, dass ich eine Frau bin.

Leider bewahrt mich das nicht vor dem ein oder anderen Tod. Einmal nicht über die Schulter geschaut, bespringt einen schon der fröhliche Hunter aus Dying Light und zerfetzt mich ähnlich freundlich wie sein L4D-Kollege. Wir haben nicht mehr viel Zeit, die letzte Hive-Ansammlung muss zerstört werden. Mit nur noch drei Restleben, machen wir uns dran. Der Hunter wird aggressiver. Matthias ist tot, ich bin tot. Wir nutzen unser letztes Leben und kommen uns vor, als wären wir der entscheidende Fußballer, der über Sieg oder Niederlage beim Elfmeter entscheidet.

Bäm! Der Hunter aka Szymon Mazuś umkreist Matthias, ich gebe ihm hinterrücks eins auf die Mütze. Wir nutzen die minimale Verschnaufpause, um die letzten Hives auszulöschen. Hands-On in Dying Light geschafft! Wir haben es dem Hunter gezeigt.

Fazit

Dying Light Hunter Selfie
Selfie mit dem gnadenlosen Techland-Hunter

Ich liebe Zombies und Parkour finde ich spannend anzuschauen. Dennoch war ich beim damaligen Trailer von Dying Light noch etwas unsicher, ob mich das aufgewertete Gameplay mit den neuen Möglichkeiten im Vergleich zu Dead Island überzeugen könnte. Da ich auch ohne die nächtlichen Zombies schon ängstlich unterwegs war, wird mich Dying Light im Februar sicher zu dem ein oder anderen Herzinfarkt nötigen. Aber wisst ihr was? Genau darauf freue ich mich! Meiner Meinung nach erwartet uns hier wieder einmal eine echte Coop-Perle. Ob das Spiel im Singleplayer genau so viel Spaß macht, kann ich nicht beurteilen. Da Dead Island aber auch erst im Coop wahre Größe gezeigt hat, sollten sich Fans von Multiplayer-Schnetzeleien Dying Light auf jeden Fall vormerken!

Ersteindruck: Fantastisch!

 

Dying Light erscheint am 27. Januar 2015 für den PC, die PS4 und PS3, sowie die Xbox 360 und die Xbox One.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.
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