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INDIE PLANE – #2 Tick Tack…8 min read

12. März 2016 5 Minimale Lesezeit

INDIE PLANE – #2 Tick Tack…8 min read

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…but that was [yesterday]

Michael “OneMrBean” Molinari entwickelte 2010 ein kleines, melancholisches Spiel über die Vergangenheit. Das sehr starke, 10-minütige Jump’n’Run namens …but that was [yesterday] zeigt einen jungen Mann und lässt den Spieler erleben, welche Personen ihn geprägt haben, was sie ihm mitgegeben haben und wie sie am Ende eine bittere, wenngleich süße Stimmung hinterlassen. Die Zeit läuft rückwärts und wir starten allein in einer verschneiten Welt, bedroht von der Vergangenheit, die uns daran hindert weiter zu machen. Mit Geduld und Freunden schaffen wir es neue Fähigkeiten zu erlernen und weiter zu gehen; es geht nur vorwärts und nicht zurück. Zeitgleich zum Vorankommen des Spielers verändert sich auch die Musik und wird komplexer, was eindrucksvoll unseren Fortschritt versinnbildlicht, ebenso wie die immer schönere und umfangreichere Landschaft – gegen Ende können wir sogar die Grenzen der Gravitation überschreiten.

Die Geschichte wird durch Bilder erzählt, die unsere Taten immer wieder unterbrechen. Es gibt keine Sprachausgabe, keinen Text, das Spiel überlässt die Interpretation dem Spieler und lässt Raum für Spekulationen. …but that was [yesterday] ist ein brillantes Spiel über Hoffnung, Freundschaft, Hilfe, Tod und das Bewältigen dieser Emotionen und Schicksale.

Es geht darum die Vergangenheit hinter sich lassen, aber sie nicht auszublenden und zu verdrängen, sondern das Positive zu sehen, stark zu sein und den Mut zu haben weiter zu machen. Wie bereits erwähnt, ist das mit Hilfe möglich. Das Spiel zeigt, dass wir erst lernen müssen mit der Traurigkeit und dem Verlust umzugehen; dabei helfen uns die, die wir zurück lassen mussten und so wird das Gameplay sinnvoll umgesetzt, sodass es die Story reflektiert. Beispielhaft steht der Hund dafür mittels seiner Liebe der Vergangenheit den Rücken zu kehren, sodass man letztendlich weiter gehen kann. Im Spiel müsst ihr euch also zum Hund drehen, damit die schwarze, bedrohliche Wand verschwindet und ihr vorwärts gehen könnt. So simpel wie genial.

…but that was [yesterday] kann sowohl im Browser als auch offline gespielt werden.

Christina Kutscher

Christina wurde im zarten Alter von acht Jahren an die Playstation 1 heran geführt und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Einige Jahre und kurze Abstecher in unbekannte Genre später, spielt sie mittlerweile plattformübergreifend alles, was eine gute Story hat, überdurchschnittlich kreativ ist oder einfach nur Spaß macht und schreibt dann darüber.
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