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Pokémon GO – Rechtezugriff und Datenweitergabe2 min read

12. Juli 2016 2 Minimale Lesezeit
Daniel Martin

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Pokémon GO – Rechtezugriff und Datenweitergabe2 min read

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Pokémon GO ist und bleibt in aller Munde. Während die Spieler also fröhlich Monster sammeln, sammelt die App im Hintergrund natürlich eifrig Daten. Auf iOS nimmt sich das Spiel so ziemlich alle Rechte. Dies geschieht ohne jegliche Hinweismeldung oder gar Nachfrage. Lediglich ob Zugriff auf Kamera und Ortung gewährt werden darf, muss der User entscheiden.

Somit wäre es der App theoretisch möglich, alles mit dem Google-Account zu machen, außer ihn zu löschen. Mails können gelesen und versendet sowie Kontakte eingesehen werden. Auch der Zugriff auf die Google-Suchhistorie ist kein Problem.

Entwickler Niantic hat bezüglich des Problems jedoch bereits Stellung bezogen:

Zwar greift Pokémon GO auf das fast vollständige Rechtesystem zu, hat jedoch keine Funktionen implementiert, diese zu nutzen. Mit einem Patch will man sich dieser Problematik jedoch in Zukunft annehmen.

Netzpolitik.org hat sich darüber hinaus die Bestimmungen über die Datenweitergabe genauer angesehen. Neben den üblichen Klauseln zur Weitergabe und Verarbeitung stehen hier interessante Fakten. Die Betreiber des Spiels wollen eng mit Strafverfolgungsbehörden und anderen staatlichen Stellen zusammenarbeiten, sollte dies notwendig sein:

„Wir arbeiten mit der Regierung, mit Strafverfolgungsbehörden oder privaten Beteiligten zusammen, um das Gesetz durchzusetzen und einzuhalten. Wir könnten jegliche Informationen über Sie (oder über das von Ihnen ermächtigte Kind), die sich in unserem Besitz oder Kontrollbereich befinden, an Regierungen oder Strafverfolgungsbehörden oder private Beteiligte offenlegen, wenn wir es nach unserem eigenen Ermessen für notwendig und angemessen erachten: (a) um auf Ansprüche, Gerichtsprozesse (einschließlich Vorladungen) zu reagieren; (b) um unser Eigentum, unsere Rechte und unsere Sicherheit, sowie das Eigentum, die Rechte und die Sicherheit von Dritten oder der allgemeinen Öffentlichkeit zu schützen; und (c) um jegliche Aktivität, die wir als illegal, unethisch oder rechtlich anfechtbar erachten, aufzudecken und zu stoppen.“

Es steht Niantic natürlich völlig frei zu definieren, was illegal, unethisch oder rechtlich anfechtbar ist. Als normaler Spieler, der mit Pokémon GO durch Wald und Wiese streift, hat man wohl nichts zu befürchten. Ein Beigeschmack jedoch bleibt.

Daniel Martin

Irgendwo zwischen Game Boy und NES hat Daniel Mitte der 90er den PC entdeckt und beschäftigt sich bis heute noch damit. Zwar geht er häufiger mit einer PS4 fremd, kehrt am Ende des Tages jedoch immer zum geliebten PC zurück, wo er sich auch für Klassiker begeistern kann. Und wenn mal gar nichts los ist, verschwindet er unter einer Oculus Rift und taucht in die virtuelle Realität ein.
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