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Preview: EVE: Valkyrie – Fünf Minuten Adrenalin auf der gamescom4 min read

11. August 2015 3 Minimale Lesezeit

Preview: EVE: Valkyrie – Fünf Minuten Adrenalin auf der gamescom4 min read

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Virtual Reality hier und Virtual Reality da. Momentan könnte man meinen, es gäbe im Bereich Gaming keine anderen Themen mehr. Crowdfunding und Early Access haben als „das neue Ding“ wohl ausgedient, VR-Brillen oder Head-Mounted-Displays sind momentan der neue krasse Scheiß. Praktisch, dass wir auf der gamescom mit EVE: Valkyrie ein Spiel antesten konnten, das sich klar für diese neue Technologie in Position bringt.

Spaß oder Schleudertrauma?

Bereits auf dem Weg zum Stand von CCP Games gab es reichlich Diskussionsbedarf bei uns. Ist die Technologie eigentlich schon reif? Ist Mensch eigentlich bereit und ist es mehr als nur Spielerei für Technikfreaks? Wird es Spiele wirklich bereichern oder auf ein ganz neues Level bringen? Fragen über Fragen, die auf eine Antwort warten. Gut also, dass wir das Spiel wirklich selbst testen konnten und so einen echten Eindruck von der Technologie und natürlich auch vom Spiel selbst gewinnen konnten.

Zwar konnten wir selbst Hand an das Spiel legen, allerdings war die gezeigte Mission sehr kurz und entspricht ziemlich genau dem, was man im Trailer gesehen hat. Es waren also kurze, aber durchaus intensive fünf Minuten. Gewaltige Rückschlüsse auf das Spiel selbst konnte man aber nur schwer ziehen. Dafür war die Mission zu kurz und die gezeigte Version auch noch zu unvollständig. Man muss ebenfalls sagen, dass es rein gameplaytechnisch noch auf die Basics beschränkt war. Wir durften unser Schiff zwar frei bewegen, und wenn man den richtigen Button gefunden hatte, auch einen Nachbrenner zuschalten, mehr aber dann nicht. Eine wirkliche Schubkontrolle glänzte durch Abwesenheit und wer Feinheiten wie etwa Schutzschilde gesucht hat, der hat in diesem Fall zumindest noch vergebens gesucht.

Es wäre etwas übertrieben, die Mission als reine Tech-demo zu bezeichnen, aber komplett falsch liegt man mit dieser Beschreibung auch nicht. Es war zu diesem Zeitpunkt einfach ein sehr simples Gameplay und es sollte wohl auch eher das Zusammenspiel von VR und dem Spiel selbst gezeigt werden. So wurden wir auch von keinerlei gegnerischen Schiffen angegriffen, was aber wahrscheinlich auch bewusst so eingestellt war. Ansonsten flog man vor einer hübschen und effektvollen Kulisse herum und ballerte das ab, was dumm genug war, in die Reichweite unserer Waffen zu kommen.

EVE: Valkyrie

Technisch machte EVE: Valkyrie eine durchaus gute Figur. Alle Kopfbewegungen liefen flüssig und die jeweiligen Bewegungen wurden sehr gut umgesetzt. So war durchaus auch ein Blick unter die eigenen Instrumente möglich, und auch dort hat man sich Mühe gegeben, nicht nur eine graue Textur mit bunten Lichtern zu benutzen. Gut gefallen hat uns in dieser Hinsicht auch die Animation unserer digitalen Hände, die sehr synchron zu dem liefen, was wir grade am Gamepad angestellt hatten. Grafisch sorgte die neue Unreal Engine für ansprechende Optik und tolle Effekte und auch mit der VR-Brille schlug sich die gezeigte Grafik recht gut.

Trotzdem haben wir zumindest noch ein wenig zu meckern, was die Brille angeht. Unser Modell hatte integrierte Kopfhörer, die zumindest bei Kollege Raz nicht optimal gesessen haben, und der Ton war auch nicht unbedingt bombastisch. Was das Thema Motion Sickness angeht, so kann man das schlecht verallgemeinern, weil da jeder Spieler individuell reagiert. Ich bin dahingehend nicht großartig anfällig, und hatte damit auch keine große Probleme. Lediglich recht gewagte Manöver wie ein eingedrehter Looping mit Seitenbewegung und dazu noch Schulterblick führten zu einem Gefühl, das sich in etwa so anfühlt, wenn ein Fahrstuhl etwas zu hart bremst und man die Gravitation im Magen spürt. Das kann natürlich bei anderen Leuten wieder komplett anders sein und wird wohl auch eine der Herausforderungen für diese neue Technik werden.

Fazit

[tabs type=“horizontal“][tabs_head][tab_title]Benny[/tab_title][/tabs_head][tab]Auch wenn es spielerisch noch nicht so viel zu sehen gab, war es schwer, direkt nach der Präsentation nicht in Euphorie zu verfallen. Die wenigen Minuten, die wir im Cockpit waren, haben uns nämlich durchaus gefallen, und das obwohl es spielerisch noch recht simpel war. Es bleiben allerdings noch einige Fragen offen: Wie sieht es mit der Kompatibilität zu den verschiedenen VR-Brillen aus? Was brauche ich eigentlich für Hardware im Rechner und wie tief darf ich dafür in die Tasche greifen? Zumindest für die letzte Frage haben wir zum Teil eine Antwort. Man peilt für die Veröffentlichung im 2. Quartal 2016 einen Preis von ca. 200€ für Spiel und Brille als Bundle an. Wir freuen uns zumindest jetzt schon auf die nächsten Monate und hoffentlich mehr Einblicke in EVE: Valkyrie.[/tab][/tabs]

Benjamin Fleschenberg

Benny hat mit der Zockerei angefangen, als man sich auf dem Schulhof noch zwischen SEGA und Nintendo entscheiden musste. Er hat sich für den SEGA Mega Drive entschieden und die Entscheidung bis heute nicht bereut. Mit dem Geld zur Konfirmation gab es dann den ersten eigenen Rechner. Nach wie vor dem Rechenknecht treu ergeben und deshalb hauptsächlich in Genres unterwegs, die dort zu Hause sind.
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