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Preview: Offworld Trading Company – Kauft euch den Mars14 min read

16. März 2015 9 Minimale Lesezeit

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Preview: Offworld Trading Company – Kauft euch den Mars14 min read

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Viele Entwickler schlagen sich momentan im Indie-Bereich mit beliebten Genres herum. Sehr beliebt ist dabei seit einiger Zeit das Genre der Echtzeitstrategiespiele oder RTS (Real-Time-Strategy). Dabei verbergen sich hinter neuen Studios nicht immer nur unbekannte Personen, sondern häufig auch ehemalige Mitarbeiter aus großen Entwicklerfirmen. So auch bei Offworld Trading Company. Hinter dem Entwickler Mohawk Games verbergen sich hier nämlich bekannte Entwickler der Civilisation-Reihe.

Dabei geht Offworld Trading Company nicht den üblichen Weg der Strategiespiele, sondern verzichtet komplett auf militärische Einheiten. Wir haben uns in den Kampf um die Herrschaft über den Mars gestürzt, um für euch zu erkunden, ob das Spiel wirklich so friedlich ist. Unser Test wurde am 14.03.2015 mit der Early Access Version 0.1.5062 durchgeführt, welche aktuell für 36,99 Euro auf Steam erhältlich ist.

Die Kampagne

Offworld Trading Company - Schwierigkeitsstufen

Offworld Trading Company verfügt noch über keine ausgereifte Geschichte. Die Ressourcen der Erde sind erschöpft und die großen Konzerne begeben sich auf den Mars, der noch reich an Bodenschätzen ist. Zu Beginn der Kampagne müssen wir uns nun für einen von fünf Konzernmanagern entscheiden. Jeder Anführer beeinflusst den Ressourcenbedarf unserer Stützpunkte. In verschiedenen Tutorials können der Ausbau einer Basis und die unterschiedlichen Gruppierungen angetestet werden.

Folgende Anführer stehen zur Auswahl:

Eleanor Preston (Aufstrebender Konzern)

Expansive Konzerne wollen weiter wachsen. Sie sind quasi die Standart-Fraktion und sind in ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten ausgeglichen. Ihre Hauptgebäude verbrauchen Sauerstoff, Lebensmittel und Wasser.

YJC-2230 (Roboter)

Die Roboter streben nach dem Ausgleich der Finanzmärkte und nach der Gleichberechtigung mit der Menschheit. Sie brauchen weder Lebensmittel, noch Sauerstoff, noch Wasser. Ihre Einheiten benötigen Strom anstatt von Kraftstoff um sich fortzubewegen. Ihr fortschrittlichen Hauptgebäude bauen Ressourcen doppelt so schnell ab, die sich unter dem Gebäude befinden. Roboter verbrauchen stetig elektronische Bauteile, um ihre System in Schuss zu halten.

Phil Dawson (Plünderer)

Plünderer nutzen zum Bau ihrer Gebäude Carbon anstatt Stahl. Sie können häufiger auf den Schwarzmarkt zugreifen und erfahren eher, wenn sich ein Preisverfall oder eine Preissteigerung anbahnt. Ihre Hauptgebäude verbrauchen Sauerstoff, Lebensmittel und Wasser.

Sam Kamat (Wissenschaftler)

Wissentschaftler versuchen seit vielen Jahren die Geheimnisse des Mars zu erforschen. Ich modernen Gebäude können direkt auf Ressourcenpunkte gebaut werden, um lange Lieferwege zu sparen. So kann eine Farm direkt auf eine Wasserader gebaut werden und ein Stahlwerk direkt auf eine Eisenader. Dank ihres technischen Fortschritts erholen sich die Wissenschaftler schneller von Sabotage. Ihre Hauptgebäude verbrauchen Sauerstoff, Lebensmittel und Wasser.

Die Missionen

Offworld Trading Company - Scanner

Auf einer großen Planetenansicht des Mars können wir uns nun verschiedene Missionen aussuchen. Die Karte und die Anzahl der Gegner kann dabei variieren, jedoch ist das Grundprinzip immer das Gleiche. Vor der Mission können wir für Geld weitere Ingenieure anheuern. Diese erlauben es uns weitere Gebäude zu bauen, oder aber bestehende Gebäude um 30% zu verstärken. Dabei haben die Ingenieure, je nach Qualitätsstufe der produzierten Güter, unterschiedliche Preise. Ein Ingenieur für Elektroteile ist beispielsweise mit 80 Dollar teurer, als ein Ingenieur für die Produktion von Lebensmitteln mit 40 Dollar.

Haben wir die große Rakete betreten und uns zum roten Planeten aufgemacht, müssen wir erstmal einen geeigneten Standort für unsere Basis finden. Verschiedene Vorgaben schränken uns dabei ein. Wir können unsere Basis nur dort errichten, wo kein Geröll im Weg liegt, kein Eis die Oberfläche bedeckt und wo genug Platz ist. Anhöhen scheiden dabei ebenso aus.

Mit Hilfe von Satellitenscans können wir Bodenschätze ausfindig machen. Dabei haben wir sechs Aufladungen für den Scanner und alle fünf Sekunden kommt eine Aufladung hinzu. Wer jedoch zu lange mit der Platzierung seiner Heimatbasis wartet, dem laufen vielleicht die guten Standorte vor der Nase weg, denn die Kokurenz wartet nicht lange und setzt ihre Basen ebenfalls auf die wertvollsten Ressourcen.

Nach der Ankunft heißt es sowohl die hungrigen Mäuler beziehungsweise reparaturbedürftige Roboter in der Basis zu versorgen, als auch neue Produktionsketten zu erschließen, um die Basis auszubauen und gleichzeitig ordentlich Geld zu verdienen.

Insgesamt stehen uns sechs Rohstoffe zur Verfügung, die zu sieben Produkten weiterverarbeitet werden können. Insgesamt entstehen so fünfzehn handelbare Güter. Am linken Rand des Bildschirm sehen wir eine Übersicht der Güter, deren Zuwachs oder Fehlmenge, den aktuellen Bestand im Lager und den aktuellen Preis am Markt. Mit den + und – Knöpfen können wir Güter kaufen, bzw. verkaufen. Je größer die allgemeine Absatzmenge eines Gutes, desto höher steigt sein Preis. Im Gegenschluss führt ein massiver Verkauf eines Gutes zum Preisverfall. Als gute Manager müssen wir also zusehen, dass wir mehrere Produkte herstellen, die sich zu hohen Preisen verkaufen lassen und geringwertige Güter nur nach Bedarf erstellen, oder komplett einkaufen.

Eine Ausnahme bei den Ressourcen stellt Strom da. Strom wird automatisch am Markt gehandelt. Überschüsse werden sofort verkauft und Fehlmengen sofort eingekauft. Diese Option lässt sich in der Übersicht aber auch abschalten, sodass Strom auf Vorrat gehalten wird. Dies bietet sich gerade auf Karten an, bei denen nur Solarzellen zur Stromerzeugung benutzt werden. Entsprechend der realen Welt, funktionieren Solarzellen nämlich nur tagsüber. Sobald es Nacht wird, müssen wir den Strom teuer von der Konkurrenz einkaufen, wenn wir nicht vorher auf Vorrat gespeichert haben.

Das Ziel einer jeden Mission ist es, sämtliche Aktien der Gegner aufzukaufen, um schließlich den jeweiligen Abschnitt des Planeten zu besitzen.

André startete sein Spielerdasein zu Zeiten des ersten Commodore 64. Grund der Sucht war das Actionspiel Loadrunner. Seitdem treibt er in verschiedenen Spielecommunities sein Unwesen. Nach Stationen bei Deutschlands kranker Horde in Counterstrike 1.6 ging es über das Browserspiel GalaxyNetwork, wo er später als GameMaster tätig war, zum Suchtspiel World of Warcraft. Hier durfte er sich bei der deutschen Gilde Affenjungs INC voll austoben.
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