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Preview: Shadow Warrior 2 – Peniswitze, Monsterschnetzeln und geniales Gameplay8 min read

21. August 2016 5 Minimale Lesezeit
Jan Dreeser

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Preview: Shadow Warrior 2 – Peniswitze, Monsterschnetzeln und geniales Gameplay8 min read

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Shadow Warrior 2, die Fortsetzung des Reboots, kommt dieses Jahr. Und es wird unglaublich gut! Sag ich mal ganz objektiv. Gerade durfte ich mich auf der gamescom 2016 mit einer Katana durch eines der riesigen Level des brutalen Hack-and-Slash-Spiels schlitzen und habe immer noch ein Grinsen auf dem Gesicht. Nicht nur, weil Shadow Warrior 2 übertrieben brutal ist und das einfach Spaß macht, sondern weil es auch brutal lustig ist. Und weil es den schon großartigen Vorgänger noch einmal um Längen übertrifft.

Die Story

Altbewährtes ändert man nicht, das wissen die Entwickler von Flying Wild Hog. Daher bekommt Protagonist Lo Wang auch in Shadow Warrior 2 einen Sidekick zur Hand. Oder, besser gesagt, in den Kopf: eine junge Wissenschaftlerin hat sich dort selbst eingepflanzt, nachdem Lo Wang sich mal wieder mit den falschen Leuten angelegt hat. Mehr weiß ich leider auch nicht zur Story – ich weiß aber, dass der Twist mit dem ständigen Begleiter, den niemand sonst hören kann, noch besser als im ersten Teil funktioniert. Die Synchronsprecherin klingt auf Englisch extrem bissig und authentisch. Die Dialoge sprühen vor Humor und in den Missionen erzählt mir meine Begleiteirin sogar auf Wunsch mehr über aktuelle oder vergangene Geschehnisse.

Shadow Warrior 2 spielt fünf Jahre nach dem ersten Teil. Nachdem Lo Wang unbeabsichtigt das Bündnis zwischen den alten Göttern und seinem ehemaligen Boss zunichte gemacht hat, ist die Welt aus ihren Fugen geraten. Menschen und Dämonen leben nun Seite an Seite, und das nicht unbedingt immer friedlich. Während Lo Wang sich vor seinen Feinden versteckt und als Kopfgeldjäger verdingt, geht ein eigentlich simpler Auftrag schief. Wieder wird Lo Wang in einen Konflikt mit der puren Form des Bösen gezogen.

Shadow Warrior 2

Das Gameplay

Die Entwickler nennen Shadow Warrior 2 eine „Evolution“ des Vorgänger. Ja, wirklich, das passt: Shadow Warrior spielt sich per se genauso wie sein Vorgänger, nur wurden sämtliche Ecken und Kanten abgeschliffen, um dem Spiel noch mehr Tempo zu verleihen. Wie in Shadow Warrior kämpft ihr euch mit diversen Nahkampf- und Fernkampfwaffen durch Horden und Horden von Gegnern. Das Grundprinzip bleibt identisch: Ihr werdet in ein Level geworfen und könnt relativ frei eure Vorgehensweise und Taktik wählen – lieber mit der Katana nach vorne stürmen oder „behutsam“ mit der Schrotflinte einen Gegner nach dem anderen ausschalten?

Doch Shadow Warrior 2 wärmt nicht einfach nur Altbewährtes auf. Es gibt zahlreiche Änderungen zu bestaunen. Zuerst fällt auf, dass das Gameplay noch ein gutes Stück schneller geworden ist. Lo Wang bewegt sich flotter durch die Level und kann mehrfach durch die Luft dashen. Brücken? Wer braucht das Zeug?

Die Level sind derweil ein gutes Stück größer geworden. Ich durfte mich auf der gamescom durch eins spielen, von dem der Entwickler beteuerte, dass es nicht einmal das größte sei, und ich war beeindruckt von der schieren Größe des riesigen Areals mit mehreren Ebenen. Man kann tatsächlich verloren gehen in den großen Gebieten und ich freue mich riesig darauf, jede Ecke auf Secrets abzusuchen. Theoretisch kann man die Hälfte des Levels einfach übersehen, wenn man nicht besonders entdeckungsfreudig ist. Der Extraraum eröffnet aber auch Extraspielraum: Ich habe mehrere Wege, um zu meinem Ziel zu kommen, mit jeweils unterschiedlichen Gegnern und Herausforderungen. Wenn der eine nicht klappt, könnte ich versuchen, ihn auf einem anderen Pfad oder einer anderen Ebene zu umgehen.

Shadow Warrior 2

Es kommt noch besser. Die Gebiete in Shadow Warrior 2 werden zufällig aus Baustücken generiert. Bei jedem Durchspielen eines Levels wird es also anders aussehen – plus zufällig platzierte Monster, deren KI übrigens überarbeitet wurde und die jetzt durch das Level laufen und es auch nach euch absuchen, wenn ihr die Flucht ergreifen solltet. Abgesehen davon, dass es jetzt auch mehr Abwechslung bei den Gegnern geben wird als beim ersten Shadow Warrior, fühlen sie sich also auch lebendiger an. Auch im Kampf macht sich das bemerkbar, regelmäßig wurde ich in der Demo schnell von mehreren Monstern eingeengt, in die Ecken getrieben und musste mich ordentlich anstrengen, am Leben zu bleiben. Die verschiedenen Spezialfähigkeiten und die hohe Aggressivität der Gegner sind ganz typisch für den Oldschool-Stil des Spiels und machen es zu einer echten Herausforderung.

Super gefällt mir, wie leicht der Einstieg in das Spiel fällt. Die Motorsäge anzuschmeißen und Monstern Arme, Beine oder Kopf abzuschneiden (Jep, das geht) ist total einfach. Wer sich nicht allzu blöd anstellt, hat zumindest auf dem leichten Schwierigkeit einen recht lauen Job. Wer aber ein bisschen mehr draufhat als nur Linksklicks, kann verschiedene Angriffsbewegungen nutzen. Und wer wirklich aus den Vollen schöpfen möchte, nimmt noch die diversen Fähigkeiten wie einen Heilungseffekt oder eine Schockwelle dazu. Die Steuerung fällt total leicht und wird nach wenigen Minuten zur Intuition, sodass es spielend einfach aussieht, wenn wir schließlich durch die Luft pflügen, gegnerische Gliedmaßen umherfliegen und jede Menge Blut strömt.

Shadow Warrior 2
Jan Dreeser

Sprich mich lieber nicht auf The Witcher an. Ich werde dich zwingen, alle acht Bücher zu lesen. Alle. Acht. Denn sie sind das Großartigste, was jemals jemand auf dieser Welt produziert hat. Alle! Acht!
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