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Preview: Project Daedalus – The Long Journey Home3 min read

6. August 2015 3 Minimale Lesezeit
Kai Seuthe

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Project Daedalus – The Long Journey Home ist das neueste Projekt aus dem Hause Daedalic Entertainment. Dies wurde jüngst auf der gamescom 2015 vorgestellt, wir waren natürlich vor Ort und haben ein paar Impressionen einfangen können.

Der reale Bezug

Project Daedalus nannte sich in den 1970er Jahren eine britische Studie, in der erforscht werden sollte, inwiefern es möglich wäre, mit der aktuellen oder in naher Zukunft liegenden Technik einen bemannten Raumflug zu einem sehr entfernten Objekt innerhalb von etwa fünfzig Jahren hinzubekommen. Unter anderem aus Kostengründen wurde nicht weitergeforscht.

Project Daedalus - The Long Journey Home

Project Daedalus im Spiel

Immerhin in unserer Fantasie dürfen wir diesen Gedanken weiterspinnen und mit Project Daedalus den bemannten Raumflug in Angriff nehmen. Dabei befinden wir uns in einer nicht allzu fernen Zukunft. Die Menschen bereisen die Galaxie und sind sogar in der Lage, durch Lichtsprünge enorme Distanzen zurück zu legen. Unserer Crew, die wir zu Beginn des Spiels zusammengestellt haben, misslingt jedoch einer dieser Raumsprünge und sie landet mit ihrem beschädigten Schiff in einem unbekannten Teil der Galaxie, sehr weit von der Erde entfernt.

Und hier beginnt Project Daedalus. Zwar fliegen im Weltall keine Vögel, dennoch schauen wir aus der Vogelperspektive auf unser ziemlich fragil wirkendes Raumschiff, wie es ziellos durchs All irrt. Wichtige Bauteile sind defekt, Ressourcen sind knapp, der Weg ist weit und irgendwie ist alles … nun, es war einfach kein guter Tag für die Crew. So gilt es zunächst, Ressourcen zu finden, die sich auf diversen Planeten einsammeln lassen. In dem uns gezeigten Gameplay brauchte die Crew Eisen, das als chemisches Element in seiner korrekten Bezeichnung Fe im Boden eines Planeten zu finden war. Zu diesem Zwecke mussten wir zunächst den Orbit des Planeten erfassen, die Oberfläche scannen und dann wie bei einer Mondlandung unser kleines Shuttle landen lassen. Dort muss es nach dem Erz bohren. Aber Vorsicht: Nicht zu viel Sprit verbrauchen und aufpassen, dass die Teile nicht kaputt gehen.

Project Daedalus - The Long Journey Home

„Aliens“

Doch der Schwerpunkt von Project Daedalus liegt auf der Kommunikation und der Auseinandersetzung mit außerirdischen Rassen. So begegnen uns verschiedene Aliens, die uns mal freundlich, mal feindlich, mal skeptisch, mal hilfsbereit gegenüberstehen. Verscherzen wir uns es mit der einen Rasse, kann es sein, dass sich das im All herumspricht und uns auch andere Völker nicht mehr leiden können. Das Problem ist, dass wir auf die Hilfe der Aliens angewiesen sind, wenn wir seltene Bauteile oder Elemente für unser Raumschiff brauchen. Oder es kann folgendes Szenario geschehen: Wir finden auf einem Planeten einen Botschafter, der unser Schiff gerne als Taxi benutzen würde. Wir kommen seiner Bitte nach und geraten dann an eine Alienrasse, die genau diesen Botschafter gerne hätte, um was-auch-immer mit ihm anzustellen. Als Gegenleistung würde man uns helfen, ein Stückchen näher an unsere Heimat zu kommen. Nur eine von vielen Möglichkeiten.

Somit ist Project Daedalus nicht nur eine Art Weltraum-Sandbox-Survival-Game, sondern auch eines, das unsere moralischen Entscheidungen auf die Probe stellt. Wie weit sind wir bereit zu gehen, um nach Hause zu kommen?

Entdecke die Möglichkeiten

Wenn wir ein wichtiges Bauteil als Belohnung erhalten, hat unsere Crew auch noch Vorschläge, was wir damit anstellen sollen. Der eine rät uns, es auseinanderzunehmen, um an wichtige Materialien zu kommen, die andere befürchtet, dass es bei Einsatz explodieren könnte, jemand anderes sagt, dass wir es einfach einsetzen sollten und so weiter.

Diese und vielen andere Möglichkeiten bieten sich uns bei Project Daedalus. In Kombination mit einer sehr ansehnlichen Grafik ist das Spiel auf jeden Fall mindestens ein Insider-Geheimtipp. Unser Bauchgefühl verrät uns aber auch, dass da etwas wirklich Tolles auf uns zu kommt. Selbst Gamer, die mit Science-Fiction-Szenarien eher auf Kriegsfuß stehen, sollten einen Blick darauf werfen, wenn es voraussichtlich im ersten Quartal 2016 für den PC veröffentlicht wird.

Kai Seuthe

Kaius spielt seit der Grundschule und wird das auch noch im Altersheim tun. Er ist als Let's Player KiltKaius unterwegs, schreibt Bücher und macht noch viele andere kreative Dinge. Retro-Spiele mag er, Rechtschreibfehler nicht. Darum kümmert er sich auch darum.
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