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Review: Battlefield 1 – Der erste Weltkrieg als Kriegsspielplatz11 min read

26. Oktober 2016 6 Minimale Lesezeit

Review: Battlefield 1 – Der erste Weltkrieg als Kriegsspielplatz11 min read

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Erst 1942, dann 2, dann 3, dann 4 .. dann steht auch Battlefield 1 vor der Tür. Meine Damen und Herren, lange haben wir darauf gewartet, nun ist es endlich da. Battlefield 1 macht Schluss mit der Gegenwart und wagt den großen Sprung zurück in den ersten Weltkrieg. Was ein Veteran der ersten Stunde davon hält? Das lesen wir hier.

Battlefield-Feeling

Bereits die offene Beta wusste zu begeistern. Und das, obwohl wir in selbiger nur eine einzige Karte zur Verfügung hatten, die mit massiven Sniper-Massen zu kämpfen hatte und zudem abseits der bekannten Modi Rush und Conquest nicht viel Neues zeigte. Und doch war die Spielerschaft begeistert und sehnte den baldigen Release von Battlefield 1 herbei. Nun ist es also soweit und wir dürfen endlich wieder ein „echtes“ Battlefield spielen.

Battlefield 1

Nachdem wir uns nun sowohl in Teil 2, 3 und 4 in der Gegenwart aufgehalten haben und zwischendurch in Hardline auch ein bisschen Räuber und Gendarm spielen durften, wollte DICE mit Battlefield 1 zurück zu den Anfängen und wagt es, im Gegensatz zur großen Konkurrenz, erneut einen Fuß in den Weltkrieg zu setzen. Diesmal allerdings in den ersten. Zu langsam, zu uninteressant und nicht relevant, dachten die einen, spannend, weil unverbraucht, dachten die anderen. Und die anderen sollten Recht behalten.

Ich selbst fand die letzten Spiele im Franchise allesamt gut bis sehr gut, doch erreichte keines davon auch nur annähernd das Feeling eines Battlefield 1942 oder Battlefield: Bad Company 2. Battlefield 1 hat mich bekehrt. Es ist wieder da. Intensiver als je zuvor. Das Battlefield-Feeling.

Der „beiläufige“ Singleplayer

Seien wir doch mal bitte ehrlich. Wer von euch kauft ein Battlefield wegen der Singleplayer-Kampagne? Na? Ich bitte um Kommentare, falls es so sein sollte. Battlefield ist in meiner Welt schon immer ein hervorragender Multiplayer-Titel, der Monate und Jahre beschäftigen kann. Was natürlich auch an der guten Community-Arbeit von EA und DICE liegt, welche über Jahre supporten was das Zeug hält. Dass man inzwischen unbedingt eine Singleplayer-Kampagne braucht, finde ich vor allem in diesem Franchise etwas befremdlich. Dennoch hat man erneut eine Geschichte geliefert, nein, nicht nur eine, sogar fünf.

Battlefield 1

Statt sich eine dünne Story aus dem Arm zu schütteln, die nicht wirklich Sinn ergibt oder einfach nur uninteressant ist, hat man diesmal einen anderen Ansatz gewählt. Wir erleben den großen Krieg aus Sicht von fünf verschiedenen Personen, welche an verschiedenen Ecken unterschiedliche Situationen erleben. Da haben wir den jungen Panzerfahrer, den tollkühnen Piloten oder auch einen alternden Veteranen. Wir erleben Geschichte hautnah und dürfen Kriegsschauplätze besuchen, die wir bisher nur aus den Geschichtsbüchern kannten.

Wir erleben Emotionen, Freundschaft und Verlust. Eben all das, worum sich die einige scheinfrommen Medien im Vorfeld Sorgen machten. Man maßregelte DICE, dass man doch nicht einfach den ersten Weltkrieg mit all seinen Opfern verherrlichen könne, ohne das fertige Produkt jemals gespielt zu haben. Was DICE daraus gemacht hat? Eine hervorragende Kampagne, die es wert ist, gespielt zu werden, da sie uns eben genau das zeigt: dass Krieg kein Spiel ist.

Battlefield 1

Und doch Spielen wir den Krieg. Abermals. Minütlich. Stündlich. Kürzlich spielten satte 800.000 Spieler zeitgleich Battlefield 1. Das sind „etwas“ mehr als die tatsächlich gefallenen Soldaten in Verdun im Jahre 1916, also vor genau 100 Jahren. Ein Jahrhundert später „spielen“ also fast genau so viele Soldaten erneut Krieg und haben dabei sogar Spaß. Dürfen wir das? Aber natürlich. Wagen wir vorerst den schwierigen Spagat zurück zum Spiel.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.
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