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Review: Civilization 6 – Nur noch eine Runde10 min read

27. Oktober 2016 6 min read
Sandro Kipar

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Review: Civilization 6 – Nur noch eine Runde10 min read

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Wenn das römische Reich im 21. Jahrhundert einen Atomschlag auf Sparta durchführt und wenn die Azteken die Ersten sind, die auf dem Mond landen, dann befinden wir uns offensichtlich in der Welt von Civilization, oder genauer gesagt Civilization 6. Der neueste Ableger der Reihe erschien am 21. Oktober. Ich habe mir viel Zeit genommen und das Spiel für nur noch eine zehn hundert was es ist schon so spät?!-Runden angeschaut.

Was hat sich verändert?

Auf den ersten Blick könnten viele denken, dass die Änderungen in Civ 6 nichts besonders sind. Man kann es ihnen auch nicht verübeln, denn der Schritt von Teil 5 zu 6 war bei weitem nicht so groß wie der von 4 zu 5. Wir haben immer noch die Hexagone, Einheiten können nicht gestapelt werden und wir forschen, bauen und siedeln was das Zeug hält. Wer den Vorgänger gespielt hat, wird sich in dem neuen Teil somit schnell zurecht finden. Dennoch gibt es Änderungen, die im Detail stecken, letztlich aber eine große Wirkung auf das Spiel haben.

Forschen mal zwei

Civilization 6
Irgendwann wird es unübersichtlich: Wo ist jetzt meine neue Politik? Lediglich ein kleines Ausrufezeichen macht darauf aufmerksam.

Was zuerst auffällt ist, dass es einen zweiten Forschungsbaum gibt. Zum einen ist da natürlich der normale Tech Tree, in welchem ihr das Rad, die Schrift und viele weitere Errungenschaften der Menschheit erforschen könnt. Die neue Forschung, die parallel läuft, befindet sich im sogenannten „Ausrichtungsbaum“ und wird mittels Kulturpunkten vorangetrieben. Hier erforscht ihr die Handwerkskunst, Militärtraditionen und Staatsformen. Doch was bedeutet das genau? Während normale Forschungen dem Spieler Zugang zu neuen Gebäuden geben können oder neue Ressourcen wie Eisen aufdecken, schalten Forschungen im Ausrichtungsbaum eher selten neue Gebäude frei. Vielmehr geht es hierbei um sogenannte Politiken aus drei verschiedenen Sparten: Wirtschaft, Militär und Diplomatie. So kann beispielsweise mit einer Forschung im Ausrichtungsbaum die Politik „Rekrutierung“ freigeschaltet werden. Diese muss nun nur noch in euren Regierungsstil eingepflegt werden, was über die verschiedenen Slots passiert. Die Wahl der Regierungsform hängt davon ab, wie viele Slots ihr in jedem Feld zur Verfügung habt. Eine Faschistische Regierung hat somit mehr Slots im militärischen Bereich, eine Demokratie ist eher wirtschaftlich und diplomatisch orientiert.

Auch neu ist, dass ihr eure technologischen Forschungen immens durch gezielte Aktionen unterstützen könnt. Ein sogenanntes „Heureka“ löst ihr etwa dadurch aus, dass ihr eine Siedlung an der Küste gründet, was die Forschung für das Segeln um die Hälfte verkürzt. Das ist mein Favorit bei den neuen Mechaniken von Civilization 6: Es macht das eigene Handeln für das Spiel relevant und erzeugt somit ein immersives Spielerlebnis. Es erscheint logisch, dass die eigene Zivilisation durch das Siedeln an einer Küste das Segeln schneller erlernen kann als eine, die nur Städte in der Wüste hat.

Civilization 6
Sandro Kipar

Alles begann in den späten 90ern mit einem grünen Gameboy Color und dem Spiel Looney Tunes: Crazy Castle 3. Als Sandro dann noch Star Wars entdeckte, war es um den kleinen Jungen geschehen. Mit der Zeit hatte ein ausgewachsener Gaming-PC den Platz des Gameboys eingenommen und Star Wars ... Nunja, manche Dinge ändern sich einfach nicht.
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