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Review: FIFA 17 – Mehr als erwartet?13 min read

17. Oktober 2016 8 Minimale Lesezeit
Gilles Tanson

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Review: FIFA 17 – Mehr als erwartet?13 min read

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Karrieremodus

EA hat sich bei FIFA 17 allerdings nicht nur auf „The Journey“ konzentriert. Der eigentliche Karrieremodus, bei dem man ein Team durch die Saison begleitet und managed, hat auch einige Neuerungen aufzuweisen. Beim Totalen Club Management hat der Vorstand viele neue und anspruchsvolle Anforderungen, die es zu erfüllen gilt. So müssen wir erfolgreich in den Kategorien „Nationaler Erfolg“, „Kontinentaler Erfolg“, „Markenpräsenz“ und „Finanzen und Nachwuchsarbeit“ sein. Diese variieren natürlich von Verein zu Verein. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf der Entdeckung und Förderung von jungen Talenten, die man in die Mannschaft zu integrieren versucht. Die Finanzen sind ebenso im Auge zu behalten, sowie die Fitness und die Moral der Mannschaft. Man möchte schließlich mit der bestmöglichen Mannschaft in das nächste Spiel gehen. Aber besonders durch die Trainermodelle gewinnt das Spiel mehr an Überzeugungskraft. Einige Trainer der Premier League wurden mit Facescans ins Spiel integriert und laufen ständig an der Seitenlinie hin und her. Alles in allem versucht EA dem Spiel durch immer neue Details mehr Glaubwürdigkeit und das Gefühl einer richtigen Simulation zu geben.

Ecke, Kopfball, Tor?

Die Steuerung für Ecken, Freistöße und Elfmeter hat in FIFA 17 eine deutliche Überarbeitung erlebt. Beginnen wir mit den Ecken. Nachdem sich der Spieler den Ball an der Eckfahne zurechtgelegt hat, sieht man einen Punkt im Sechzehner, wohin dann der Balls nach einem Druck auf die Flankentaste geschlagen wird. Die Positionierung mit dem Analogstick ist dabei sehr gewöhnungsbedürftig aber auf jeden Fall eine Verbesserung zum alten System, bei dem man auf gut Glück den Ball irgendwie vors Tor geschlagen hat. Auch die Freistöße funktionieren nach dem selben Prinzip. Allerdings kann man hier auch direkt aufs Tor schießen, was nach dem bekannten Muster funktioniert.

Bei den Elfmetern wurde auch kräftig geschraubt. Man beginnt den Lauf des Spielers mit dem linken Analogstick und kann damit auch die Richtung des Laufwegs bestimmen. Währenddessen lädt man die Stärke seines Schusses auf, je länger man auf die Schusstaste drückt. Gleichzeitig dazu steigt auch die Höhe des Schusses an. Wenn man die Schusstaste nicht rechtzeitig loslässt, segelt der Ball ordentlich über den Querbalken hinaus.

Technik

Die Technik des Spiels ist sehr solide und es kommen nur wenige Fehler im Spiel vor. Zum Beispiel laufen vereinzelt Spieler irgendwo auf dem Platz herum, ohne eine klare Richtung zu haben oder auf Abseits zu achten. Die Torhüter hat es dann doch wieder mal am meisten erwischt. Es kommt hin und wieder vor, dass diese gar nicht oder in einer ganz sonderbaren Art und Weise reagieren. Wie aber vorher schon angesprochen kann man diese Situationen zum Versuch der Realitätsdarstellung dazuzählen. Die Ballphysik und die KI im Allgemeinen ist allerdings sehr gut gelungen. Es fühlt sich alles sehr realistisch und nachvollziehbar an. Die Animationen sind allerdings nicht immer ganz sauber. Dieses Problem zog sich aber bereits durch die letzten Teile. Spieler machen eine bestimmte Bewegung und wechseln abrupt in eine andere Animation, was dann leider etwas unschön aussieht. Die Spieler der Premier League sowie alle anderen, die einen Gesichtsscan bekommen haben, sehen fantastisch aus, der Rest entspricht teilweise aber nicht wirklich dem Original und man muss seine Fantasie ein wenig ankurbeln, um die Spieler zu erkennen. Allerdings kann man bei der riesigen Anzahl an Spielern im Spiel einsehen, dass man nicht immer ein perfektes Abbild erstellen kann. Gravierende Bugs oder spielbestimmende Fehler gab es glücklicherweise keine.

Gilles Tanson

Was damals mit dem Game Boy Color anfing, ist zu einer echten Leidenschaft für Spiele herangewachsen. Wahrscheinlich auch deswegen habe ich mich entschieden, Games Engineering zu studieren. Spiele sind etwas besonderes und jedes Einzelne hat seine ganz eigene und faszinierende Geschichte zu erzählen. Mich haben überwiegend die Playstation Konsolen begleitet, aber ich habe mir jetzt auch mal einen richtigen Gaming-PC zusammengebastelt. Spielspaß garantiert.
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