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Review: Life is Strange Episode 4 Dark Room – Es ist so gemein!5 min read

21. August 2015 4 Minimale Lesezeit
Kai Seuthe

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Review: Life is Strange Episode 4 Dark Room – Es ist so gemein!5 min read

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Achtung: Dieser Text enthält einige Spoiler.

Dontnod Entertainment, was tust du uns da an? Mit Life is Strange Episode 4: Dark Room kam der vorletzte Teil des Episoden-Adventures raus und machte uns richtig wütend. Wie konntet ihr so etwas nur tun? Wollt ihr uns so leiden lassen?

Natürlich handelt es sich um keine ernsthafte Kritik am Spiel, denn Life is Strange ist nach wie vor sehr gut. Doch es wird ernst in Arcadia Bay. Die Wale und andere tote Tiere, der doppelte Mond, der Sturm … all das ist nichts im Vergleich zu dem, was sich in Max Cauldfields Leben derzeit abspielt.

Life is Strange Episode 4 Dark Room (4)

Herrin über Leben und Tod

Dark Room beginnt gleich mit einer der gemeinsten Entscheidungen, die man in der Geschichte der Videospiele jemals treffen musste: Gebe ich dem Wunsch meiner besten Freundin nach, sie zu töten, oder lasse ich sie am leben? Mensch, was habe ich lange vor dem Bildschirm gesessen und überlegt. Eine der ethischsten Fragen überhaupt. Aktive Sterbehilfe in einem Spiel? Ich meine: Gordon Freeman, Trevor Philips und Geralt von Riva – die leisten auch aktive Sterbehilfe, aber auf einem anderen … Level. Hier stehen wir vor einer Entscheidung, die unseren Kern berührt. Sicher, es ist nur ein Spiel, aber so eine Entscheidung trifft man nicht mal einfach so, zumindest nicht dann, wenn man wenigstens über ein bisschen Empathie verfügt. Leben oder Sterben, Sein oder Nichtsein. Damit beginnt Dark Room und stellt die Weichen für das, was man emotionale Achterbahnfahrt nennen kann.

Life is strange Episode 4 Dark Room

So viele Entscheidungen

In bekannter Manier führen wir Gespräche und spulen im Zweifelsfall die Zeit zurück. Es kommt zu einer Situation, die wirklich interessant ist, nämlich, als Chloe und Max zu dem Drogendealer Frank gehen, um von ihm relevante Informationen zu bekommen. Das Gespräch kann auf drei Arten enden. Ich habe zunächst die wahrscheinlich schlechteste Art gewählt, konnte aber mehrmals zurückspulen, so dass ich mein eigenes kleines Happy End bekam. Zumindest in der Szene. Schade bei Life is Strange ist, dass die vielen Entscheidungen nur dann in Augenschein genommen werden können, wenn man das Spiel immer und immer wieder spielt. Und wir wissen ja auch wie das ist, wenn man ein Spiel durchgespielt hat und sich vornimmt, es noch einmal zu zocken, weil man alle Geheimnisse erfahren will oder ein anderen Ende sehen möchte: Man macht es nicht. Sicherlich gibt es eine hartnäckige Basis an Spielern, die sich daran versuchen, aber der Großteil der Gamer hat dazu schlicht keine Lust. So genial die Möglichkeit auch sein mag, dem Spiel immer mal wieder eine andere Wendung zu geben, so bedauerlich ist es, die Alternativen nicht einsehen zu können. Aber zum Glück gibt es in diesen Fällen ja YouTube. Dort kann man sich dann später sicherlich Videos anschauen, in denen die Folgen der Entscheidungen zusammengeschnitten werden (indirekter Aufruf an alle YouTuber!).

Kai Seuthe

Kaius spielt seit der Grundschule und wird das auch noch im Altersheim tun. Er ist als Let's Player KiltKaius unterwegs, schreibt Bücher und macht noch viele andere kreative Dinge. Retro-Spiele mag er, Rechtschreibfehler nicht. Darum kümmert er sich auch darum.
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