Artikel PC Playstation Playstation 4 Reviews Xbox Xbox One

Review: Overwatch – So viele Möglichkeiten7 min read

29. Mai 2016 4 Minimale Lesezeit
Elham Nizam

author:

Review: Overwatch – So viele Möglichkeiten7 min read

Reading Time: 4 minutes

In einer perfekten Welt würde in der Spieleindustrie die kreative Leistung immer belohnt werden, repetitive Spiele blieben im Regal stehen und es gäbe unzählige Ideen, sowohl für Story, Gameplay und Interaktion mit Games. Leider ist dies nicht der Fall, Einheitsbrei verkauft sich erstaunlich gut (man denke an die Spiele mit jährlichem Release) und neue Ideen finden selten Einzug. Etwas Neues zu wagen, kann allerdings durchaus lukrativ enden, gerade wenn die Umsetzung so ausgefeilt und durchdacht ist wie in Blizzards neuem Multiplayerwerk Overwatch.

Wir alle kennen inzwischen die Mischung aus RPG und Shooter, Charakterentwicklung gepaart mit einer offenen Welt aus der Egoperspektive (oder auch Schulterperspektive) und die Einführung solcher Elemente in klassische Shooter ist heutzutage gang und gäbe. Der Hybrid aus MOBA und FPS ist allerdings unbekannt, gerade weil er bis auf wenige Titel noch gar nicht vertreten ist. Neben Battleborn und Paragon wagt auch Overwatch den Versuch, diese Kombination der breiten Spielerschaft schmackhaft zu machen und trifft den Spagat zwischen den beiden Genres etwas besser als die beiden direkten Konkurrenten.

Overwatch

Simpel, aber mit Tiefgang

Wer in seinem Leben schon mal einen First-Person-Shooter gespielt hat, der wird keine Schwierigkeiten haben, sich zurechtzufinden. Die klassische Steuerung wird ergänzt durch die Fähigkeiten, die jeder Charakter mit sich bringt. Hier findet nämlich bereits der MOBA-Teil Einzug, denn man sucht sich vor einer Runde nicht Waffen und Ausrüstung aus, sondern einen der insgesamt 21 Helden, die alle mit eigenen Waffensets und Fähigkeiten kommen.

Overwatch

Jeder der Helden spielt sich dabei komplett unterschiedlich, angefangen von der Laufgeschwindigkeit, der Lebensenergie, den Waffen bis hin zu den unterschiedlichsten Fähigkeiten. Die Fähigkeiten und Ausrüstung sind offensichtlich mit der Spielweise verknüpft, sodass jeder seinem eigenen Stil entsprechend auswählen kann. Offensive Helden sind schnell, haben mittelstarke Waffen für geringe Distanzen und die Fähigkeiten basieren auf Heilung, schnellem Schaden oder einer rettenden Flucht aus einer Gefahrensituation, während Tanks sehr langsam sind, aber viel einstecken können und auf geringen Distanzen massig Schaden anrichten können. Supporter können ihr Team heilen oder andere Effekte auf Kameraden wirken, machen aber geringen Schaden und vertragen auch nur wenig bis zum virtuellen Tod. Zusätzlich besitzt jeder Charakter eine eigene, ultimative Fähigkeit, welche sich erst im Laufe der Runde aufladen muss. Der Ladezustand wird dabei stets mittig am unteren Bildschirmrand angezeigt. Diese Fähigkeiten sind so mächtig, dass sie den Kurs eines Matches ganz schnell ändern können.

Für MOBA-SpOverwatchieler nichts Neues, Neulinge in diesem Genre müssen sich aber erst an diese spielerischen Grenzen gewöhnen. Das Heldensystem bringt somit eine Menge Abwechslung und Tiefgang, da sich unterschiedliche Teams aus verschiedenen Zusammensetzungen bilden, welche die unterschiedlichsten Vorgehensweisen bezwecken. Auf diese Weise spielt sich keine Runde wie die vorherige, man reagiert spontan auf entstehende Situationen, ebenfalls abhängig von der Konstellation des gegnerischen Teams. Hin und wieder muss man sich die Fehlwahl eingestehen und im Spawn-Bereich den Helden wechseln. Allein die Zeit, die benötigt wird, um jeden der Helden auszuprobieren und die eigenen Präferenzen für entsprechende Situationen festzulegen, übersteigt die Lebensdauer anderer Multiplayershooter. Immerhin muss jeder Held gemeistert werden, bis man in der Lage ist, effektiv die Vorteile des jeweiligen Charakters einzusetzen.

Elham Nizam

Ich kann mich zwar nicht mehr daran erinnern, bin aber der festen Überzeugung, dass ich mit einem Gamepad auf die Welt gekommen bin. Spiele aller Art begleiten mich schon mein ganzes Leben und werden auch fester Bestandteil bleiben. Games werden von mir nicht nur durch jahrelange, persönliche Erfahrung getestet, sondern auch dank meines Studiums (Games Engineering) systematisch in ihre pixeligen Einzelteile zerlegt.
Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.