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Review: Pillars of Eternity – der moderne Klassiker7 min read

9. April 2015 5 Minimale Lesezeit

Review: Pillars of Eternity – der moderne Klassiker7 min read

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Pillars of Eternity ist in aller Munde und nun wird es auch bei uns Zeit für einen Test des Rollenspiels. Unseren Ersteindruck zum Spiel haben wir bereits in unserem Special beleuchtet. Nun ist Pillars of Eternity aber halt eines dieser Spiele, die man nicht mal eben so locker an einem Tag oder Wochenende ausreichend spielen kann. Unser Ersteindruck beruhte auf den ersten zehn Spielstunden und in der Zwischenzeit haben wir natürlich fleißig weiter gespielt und reichen nun unseren Test nach.

Das kommt mir doch bekannt vor

Wer schon etwas älter ist oder einfach ein Faible für klassische Rollenspiele hat, der muss sich sozusagen nur noch in das gemachte Bett legen. Denn für diese Kategorie an Spielern bietet Pillars of Eternity sehr viel Vertrautes. Das geht bei der isometrischen Spielperspektive los, geht beim Aufbau der Menüs weiter und setzt sich auch im Kampfsystem fort. Böse Zungen könnten das veraltert und längst überholt nennen. Allerdings zeigt das neueste Werk von Obsidian Entertainment, dass alt und bekannt nicht mit antiquiert gleichzusetzen ist.

Fangen wir aber zunächst mal mit der Spielwelt an. Die trägt den Namen Eora und ist grundsätzlich eine eher klassisch ausgerichtete Spielwelt. Es gibt Elfen, Zwerge, Menschen, aber auch eher ausgefallenere Rassen wie die Aumaua, Orlan und die Gottgleichen (orig. Godlike). Ebenfalls schlägt man sich nicht nur mit Schwert und Bogen durch das Leben, sondern auch Feuerwaffen, wie Pistolen und Gewehre, halten langsam Einzug in die Welt. Das ist alles jetzt nichts großartig Ausgefallenes, aber die größte Stärke liegt auch nicht direkt in den nüchternen Fakten der Spielwelt, sondern darin, was Obsidian Entertainment eigentlich damit anstellt. Hauptsächlich bewegen wir uns in der Region Dyrwood und die präsentiert uns bereits eine recht interessante Geschichte. Dyrwood und seine Gesellschaft sind von einem Krieg gezeichnet, der ca. 15 Jahre zurück liegt.

Pillars of Eternity

Nun sind Kriege in solchen Spielwelten ja auch nicht unbedingt etwas besonderes. Da wird um Land und Macht gekämpft und grundsätzlich lief der besagt Krieg hier ähnlich ab. Außergewöhnlicher ist dagegen, dass eine Partei von jemandem geführt worden ist, der mutmaßlich der Avatar eines Gottes ist. Ob Gott oder nicht, die Bewohner von Dyrwood stehen nicht gerne unter Fremdherrschaft und lassen sich das nicht gefallen. Dieser Konflikt endete schließlich damit, dass der mutmaßliche Gott mit der Bombe Gotthammer (orig. Godhammer) aus der Existenz gesprengt wird. Das beendete zwar den Krieg, führte aber auch zu anderen eher unschönen Nebenerscheinungen. Zunächst einmal schweigt der betroffene Gott, wobei unklar ist, ob der Gott tot oder beleidigt ist. Die Anhänger der entsprechenden Religion erfreuen sich nicht gerade großer Beliebtheit und werden oft radikal verfolgt. Ebenfalls gibt es seit der ganzen Geschichte das Problem, dass sich die Vorfälle häufen in denen Kinder ohne eigene Seele geboren werden. Damit sind wir dann auch beim Stichwort Seelen. Diese spielen nämlich im Spiel und für uns als Hauptcharakter eine große Rolle.

Benjamin Fleschenberg

Benny hat mit der Zockerei angefangen, als man sich auf dem Schulhof noch zwischen SEGA und Nintendo entscheiden musste. Er hat sich für den SEGA Mega Drive entschieden und die Entscheidung bis heute nicht bereut. Mit dem Geld zur Konfirmation gab es dann den ersten eigenen Rechner. Nach wie vor dem Rechenknecht treu ergeben und deshalb hauptsächlich in Genres unterwegs, die dort zu Hause sind.
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