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Review: Resident Evil 7 – Das Haus, das Verrückte macht8 min read

2. Februar 2017 5 Minimale Lesezeit
Daniel Martin

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Review: Resident Evil 7 – Das Haus, das Verrückte macht8 min read

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Das Ziel: Überleben

Im Großen und Ganzen ist Resident Evil 7 in meinen Augen eine moderne Interpretation des ersten Spiels. Nehmt euch dieses und packt es mit Hilfe der Ego-Sicht in ein modernes Technikgewand und ihr seid da, wo ihr auch vor 20 Jahren wart. Das Gefühl ist größtenteils wieder da. Natürlich auch mit Abstrichen. Dennoch kann ich sagen: Fans der Teile 5 und 6 sind hier nicht mehr gut aufgehoben. Das Schießeisen wird in den meisten Fällen nur noch zur reinen Selbstverteidigung benutzt, nicht um sich durch zahllose Monsterhorden zu pflügen. Capcom spart zwar nicht mehr allzu krass an hilfreichen Gegenständen und der ein oder andere Tipp im Ladescreen ist schon fast verschwenderisch hilfreich, aber das Survival-Feeling ist stets vorhanden. Ich fühle mich in manchen Spielabschnitten gehetzt und unwohl, möchte dass diese vorbei sind. Was in anderen Spielen ein klarer Minuspunkt wäre, wird hier zu einem grandiosen Moment, wenn ich endlich wieder die Tür zu einem Saveroom hinter mir zuschlagen und durchatmen kann. Wie gesagt, alles nicht mehr so intensiv wie damals, aber so nah dran, wie seither nicht mehr.

Dann, nach vielen Spielstunden von Resident Evil 7 öffne ich die letzte Tür des Haupthauses und trete erneut ins Freie. Nur um festzustellen, dass meine Reise ins Ungewisse hier noch lange nicht beendet ist. Außerdem war da doch noch diese Notiz, die von einem gestrandeten Schiff, weiter draußen in den Sümpfen gesprochen hat. Denn es hat ja einen Grund, wieso all das passiert.


Neben der Umgebung, die mich mehr als einmal vor eine Herausforderung stellt, schlürft natürlich die komplette Familie Baker durch das Anwesen, immer bereit, mir mit allerlei Werkzeug in der Hand, das auch gerne mal durch eine klassische Kettensäge ersetzt wird, das (Über)Leben schwer zu machen. Erklärtes Ziel dieser… nun ja, Menschen ist es, mich in ihre Familie aufzunehmen. Zumindest tönt mir dies immer wieder in der guten deutschen Synchronisation entgegen. Sämtliche Mitglieder dieser Sippe sind erstaunlich abwechslungsreich geschrieben und jeder ist ein Charakter für sich. Und nicht jeder, der auf dieser Farm wohnt, ist mir feindlich gesinnt. Darüber hinaus taucht immer wieder dieses kleine schwarzhaarige Mädchen vor mir auf. Und wie wir alle wissen, bedeutet dies im Genre des Horrors nie etwas gutes. Wie alle diese Fäden zusammenlaufen, müsst ihr im Laufe des Spiels selbst herausfinden. Und auch welcher Zusammenhang mit den anderen Teilen der Serie besteht, wird definitiv aufgeklärt. Veteranen entdecken entsprechende Hinweise schon früh im Spiel, gegen Ende verdichtet sich dies jedoch immer weiter.

Der Weg dahin ist in Resident Evil 7 stets bedrohlich, aber abwechslungsreich. Er beinhaltet Backtracking, Schlüssel und Rätsel. Kugeln, die ihren Weg in die platzenden Köpfe von ekelerregenden Gegnern finden. Oder in die Augen von riesigen Monstrositäten. Das alles spielt sich erfrischend anders, als man es bisher von der Reihe gewohnt war. Und doch eben so klassisch. Capcom hat also Recht. „Horror is coming home.“

Daniel Martin

Irgendwo zwischen Game Boy und NES hat Daniel Mitte der 90er den PC entdeckt und beschäftigt sich bis heute noch damit. Zwar geht er häufiger mit einer PS4 fremd, kehrt am Ende des Tages jedoch immer zum geliebten PC zurück, wo er sich auch für Klassiker begeistern kann. Und wenn mal gar nichts los ist, verschwindet er unter einer Oculus Rift und taucht in die virtuelle Realität ein.
One Comment
  1. GwynGaming

    Gut, du hast mich überzeugt! Obwohl ich Resident Evil 1 nicht wirklich gemocht habe, werde ich dem siebten Teil eine Chance geben. Als du Silent Hills und Outlast genannt hattest, die ich sehr gemocht habe, hattest du mich damit. Vielen Dank für diese wunderbare Rezension! :)

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