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Review: Splatoon – Ballerspiel in buntem Gewand?9 min read

12. Juli 2015 6 Minimale Lesezeit
Kai Seuthe

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Review: Splatoon – Ballerspiel in buntem Gewand?9 min read

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Nintendo hat dieses Jahr mit Splatoon einen 3rd-Person-Shooter exklusiv auf der Wii U veröffentlicht, der sich großer Beliebtheit erfreut. Klar, dass auch wir einen Blick auf das Game werfen konnten. Wir verraten euch, ob der Hype gerechtfertigt ist, Splatoon doch eher langweilt oder es sich dabei sogar um ein getarntes

KILLERSPIEL!!!

handelt …

Willkommen in der Stadt der Tintenfische

Splatoon ist schlicht. Zunächst dürfen wir uns einen Charakter erstellen, wobei es lediglich ein paar Attribute auszuwählen gibt, die im weiteren Spielverlauf auch wieder geändert werden können. Nach einem kurzen Briefing durch die zwei exzentrischen Damen Aioli und Limone gelangen wir mittels Tutorial, in dem die Steuerung praktisch erklärt wird, in die Stadt Inkopolis. Hier leben eigenartige Mischwesen aus Mensch und Tintenfisch, Inklinge genannt, die zwar abgefahren aussehen und modisch offenbar auf dem neusten Stand sind. Alle, die hip sind und flow haben, treffen sich dort im Stadtzentrum, um ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: Kämpfen. Man merkt: Nintendo spricht auf den ersten Blick die gewohnt junge Zielgruppe an. Doch wie sich später herausstellen wird, ist Splatoon wirklich für alle Altersklassen geeignet.

Wii U Splatoon
Inkopolis

Das Stadtzentrum ist der Ausgangspunkt für unsere Reisen zu einigen unterschiedlichen Zielen: der Tintenturm, in dem sich zu Online-Fechten getroffen werden kann; der Bouillabasar, wo es Kleidung und Waffen zu kaufen gibt und das Duell-Dojo, das dazu einlädt, gemeinsam mit einem Kumpel im Zwei-Spieler-Modus zu kämpfen. Daneben befinden sich noch etliche schrullige Figuren und kleinere Geheimnisse. Zusätzlich darf auch ein Gebiet betreten werden, in dem uns eine Singleplayer-Kampagne erwartet. Das Spielgebiet ist also eher übersichtlich.

SINGLEPLAYER

Inkopolis hat ein Problem. Der Riesen-Elektrowels wurde entführt. Dieses Tierchen sorgt dafür, dass die Stadt ihren Strom bekommt. Die Frage ist: hat das was mit dem Ufo-Absturz zu tun? Na klaro hat es das. In der Einzelspielerkampagne leitet uns Käpt’n Kuttelfisch dazu an, die außerirdischen Oktarianer aufzuhalten und den Wels zurückzubekommen. Klingt wie ein irrer LSD-Trip? Nun, mit den abstrakten Figuren und den schrillen Farben hätte Timothy Leary sicherlich seinen Spaß gehabt. Aber das wäre dann wohl eine andere Geschichte.

Wii U Splatoon
Einer der Bossgegner aus der Einzelspieler-Kampagne

Käpt’n Kuttelfisch gibt uns einen Heldenanzug, der uns ein wenig vor den Angriffen der Oktarianer schützen soll. Als Nr. 3 machen wir uns fortan auf die Suche nach dem dicken Wels und befreien dabei noch viele kleine Elektrowelschen. Dabei bietet sich uns eine Oberwelt, wie wir sie als alte Nintendo-Hasen auch aus den Super Mario-Teilen kennen, in denen Level zunächst per Farbkleckser entdeckt und dann betreten werden können. Diese Level stellen uns jedes Mal vor besondere Herausforderungen. Da hat Nintendo sehr viel Kreativität und Einfallsreichtum bewiesen. Klar, das Spielestudio hat jahrzehntelang Erfahrung sammeln können, was Präsentation und Aufbau von Jump and Run-Levels angeht. Bei der Singleplayer-Kampagne von Splatoon erwarten uns fantastische Hüpfpassagen, Kletterszenen, Kampfeinlagen mit Farbkanone, kleinere Rätsel und immer wieder neue Ideen. Hat man alle Level eines Bereichs bezwungen, darf man sich einem dicken Bossgegner entgegenstellen. Für diesen gilt es, wie bei vielen Spielen von Nintendo, zunächst die richtige Taktik herauszufinden. Die Kämpfe sind hervorragend in Szene gesetzt und machen richtig Spaß. Für das erfolgreiche Meistern des Einzelspieler-Modus gibt es Belohnungen, die sich in Inkopolis positiv auf die Auswahl von Waffen und Kleidung auswirken. Diese Kampagne ist also nicht nur unterhaltsam, sondern beschert uns Vorteile, wenn wir in den Multiplayer-Kampf ziehen. Leider hat Nintendo seinen Schwerpunkt bei Splatoon derart auf das Online-Feature gelegt, dass die Singleplayer-Kampagne zügig beendet ist. Schade, da wäre noch viel mehr drin gewesen.

Kai Seuthe

Kaius spielt seit der Grundschule und wird das auch noch im Altersheim tun. Er ist als Let's Player KiltKaius unterwegs, schreibt Bücher und macht noch viele andere kreative Dinge. Retro-Spiele mag er, Rechtschreibfehler nicht. Darum kümmert er sich auch darum.
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