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Review: The Evil Within – Horror-Survival für starke Nerven11 min read

8. Mai 2015 7 Minimale Lesezeit
Kai Seuthe

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Review: The Evil Within – Horror-Survival für starke Nerven11 min read

Reading Time: 7 minutes

Spannende Horrorgeschichte mit Splattereinlagen

The Evil Within Wald und WieseSebastian erwacht wieder in der Nervenheilanstalt, offenbar in einem Nebentrakt, in einer Art Zelle. Draußen wartet eine mysteriöse Krankenschwester, die ihn dazu anhält, sich auf einen Stuhl zu setzen, wo ihm eine Kappe, ähnlich wie bei einem EEG, aufgesetzt wird. Er wird von fürchterlichen Zuckungen gebeutelt, woraufhin er sich aus dem brennenden Krankenwagen schleppt und sich in einem Waldstück wiederfindet. Klingt komisch? Ist aber tatsächlich so, denn solche Szenensprünge passieren in The Evil Within sehr oft. Was es damit genau auf sich hat, warum das geschieht, was Wirklichkeit und Fiktion ist, das erfährt der Spieler im Laufe der Zeit. Zu erklären, was die Hintergründe des Ganzen sind, würde einem gigantischen Spoiler gleichkommen, der in dieser Form nicht sein darf. Denn The Evil Within erzählt eine spannende aber fragmentierte Geschichte, die dazu beiträgt, dass der Horror nicht nur stumpf und einfallslos ist, sondern intelligent in Szene gesetzt ist und am Ende sogar einen Sinn ergibt.

Mit dem Erwachen im Wald stehen uns fortan mehr Spieloptionen zur Verfügung. Wir finden eine Spritze, die unsere Gesundheit heilen kann, eine Waffe, mit der wir uns nach kurzer Zeit das erste Mal effektiv gegen einen Gegner wehren können, Streichhölzer, um die getöteten Monster abzufackeln und andere Nettigkeiten. Stück für Stück werden wir mit der Spielmechanik bekannt gemacht, ohne die ersten Schritte allzu sehr wie ein langweiliges Tutorial wirken zu lassen. Dafür sorgt bereits unser erster Gegner, der uns in ziemlich krasser Weise zeigt, dass er keinen Spaß versteht. Splatterfans kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Neben den erwähnten Items finden wir auch Tagebucheinträge von Sebastian, in denen wir ein bisschen vertrauter gemacht werden mit unserer Hauptfigur. Schriftstücke mit Informationen, seien es welche zu Figuren oder zu den Hintergründen bestimmter Ortschaften und Situationen, sind seit einiger Zeit der Bringer in vielen Spielen. Erschlug einen früher zu Beginn des Spiels meist eine Wall of Text mit Hintergrundinformationen und beließ es dann dabei, werden in heutigen Spielen solche Infos sukzessiv über den gesamten Spielverlauf verteilt. Das mag gut sein, ist aber auch nicht jedermanns Sache, denn jene Informationsfetzen bremsen zum einen den Spielverlauf und laufen mitunter Gefahr, nur lückenhaft zu informieren, weil man beispielsweise irgendetwas im Vorfeld übersehen hat oder es schlicht nicht mehr weiß.

The Evil Within
Ruvik – Wer ist der kranke Typ?

Grafik und Sound

Wir steuern Sebastian aus der Third-Person-Perspektive, das Bild wird durch schwarze Balken längs gestaucht und so künstlich in ein Cinemaskop-Format von 2,35:1 gebracht. In Kombination mit den diversen Grafikfiltern wie Sepia, schwarz-weiß, Rauschen, Abtönungen und so weiter, entsteht tatsächlich der Eindruck, es handelte sich um einen Film. Ich selber spiele auf einem relativ kleinen Bildschirm und empfand dieses Format nicht als störend. Der damals bemängelte Framelock von 30 FPS auf den Konsolen und angekündigt für PC lässt sich inzwischen in den Optionen auf superflüssige 60 FPS hochschrauben, sodass The Evil Within selbst auf mittelmäßigen Rechnern wunderbar läuft. So viel zur Technik.

Optisch kann sich das Spiel in unserer PC-Version auf den höchsten Einstellungen sehr gut sehen lassen. Neben den erwähnten Bildeffekten sind die Level und Figuren sowie die Monster wunderbar modelliert, ansehnliche Schatteneffekte erzeugen die gewollte Stimmung.

 

The Evil Within Armfrau
Nope

Die Musik wird sowohl als wunderbarer Kontrast benutzt als auch zur treibenden Untermalung des Spielgeschehens, beispielweise bei einer unmittelbaren Bedrohung oder einer Fluchtsequenz. Schlurfende, schmatzende Geräusche sollten nicht missachtet werden, da sich der Spieler an keinen Anzeigen orientieren kann, sondern sich häufig einfach auf sein Gehör verlassen muss. Kopfhörer sind hier beim Spielen von Vorteil.

Kai Seuthe

Kaius spielt seit der Grundschule und wird das auch noch im Altersheim tun. Er ist als Let's Player KiltKaius unterwegs, schreibt Bücher und macht noch viele andere kreative Dinge. Retro-Spiele mag er, Rechtschreibfehler nicht. Darum kümmert er sich auch darum.
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