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Review: The Evil Within: The Assignment – Test des 1. DLC8 min read

26. Mai 2015 5 Minimale Lesezeit
Kai Seuthe

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Review: The Evil Within: The Assignment – Test des 1. DLC8 min read

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The Evil Within: The Assignment ist der erste DLC zu Bethesdas Horrorspiel, das uns seit Oktober 2014 das Fürchten lehrt. In unserer ausführlichen Review zum Hauptspiel könnt ihr nachlesen, dass uns der Schocker überzeugen konnte. Doch wie sieht es mit dem ersten der drei DLCs aus, der im März 2015 für 10 Euro zur Verfügung gestellt wurde? Handelt es sich, wie bei vielen anderen Spielen, um eine Erweiterung, die eigentlich ins Hauptspiel hätte integriert werden sollen, aus wirtschaftlichen Gründen jedoch davon abgekapselt wurde, oder ist The Evil Within: The Assignment vollwertig genug, um alleine dastehen zu können? In unserem Test erzählen wir euch etwas darüber.

The Evil Within The Assignment (34)
Brazzers? Nein, nur die verzweifelte Juli in einem Horrorspiel

Wer ist Juli Kidman?

The Evil Within: The Assignment ist der erste von zwei zusammenhängenden DLCs, der die Parallelgeschichte von Junior Detective Julie Kidman erzählt. Im Hauptspiel tauchte Juli hin und wieder unter mysteriösen Umständen auf, verschwand wieder und legte ein fragliches Verhalten an den Tag, der einen glauben machte, sie führe nichts Gutes im Schilde. Ihre Motive blieben im Unklaren und ihr Charakter blieb blass und scheinbar willkürlich. Doch nun bekommen wir durch sie als Protagonistin des DLCs einen Einblick in ihre Beweggründe und in ihre Vergangenheit, obgleich diese lediglich dort ansetzt, wo sie für die Arbeit als Detective rekrutiert wird. Detaillierter kann dies hier nicht erläutert werden, da wir nicht spoilern möchten.

The Evil Within: The Assignment füllt die dramaturgischen Lücken zwischen Verschwinden und Auftauchen von Juli Kidman, so dass wir immer wieder in die aus dem Hauptspiel bekannten Szenen katapultiert werden. Wie kam Julie eigentlich in diesen Wasserbehälter, aus dem sie von Sebastian befreit werden musste? Im Hauptspiel blieb diese Frage offen, hier finden wir die Antwort, wie auch zu dem ominösen Verhältnis zu Lester und anderen Geheimnissen.

Doch wer nun erwartet, er bekäme hier alle Antworten auf dem Servierteller präsentiert, der irrt, denn in typischer The Evil Within-Manier ist alles mächtig surreal und verwirrend. Aber wir haben auch nichts anderes erwartet.

The Evil Within The Assignment (2)
Wollen wir ihm wirklich folgen?

Das Gameplay

Auch wenn sich The Evil Within Survival-Horror auf die Fahnen geschrieben hat, mündete es letztlich doch allzu häufig in Resident Evil ähnlicher Ballerei gegen Zombies. Dies ging zum Leidwesen der Erwartungen, die via Marketing in den Spielern geweckt wurden. Dennoch kam ein sehr gutes Spiel heraus.

The Assignment geht da jedoch einen anderen Weg. Juli ist völlig unbewaffnet. Kein Messer, kein Revolver, keine Qualen-Armbrust. Nur der blanke Überlebenswille kann sie davor bewahren, auf grausamste Weise getötet zu werden.

Einziges Utensil, das sie bei sich trägt, ist eine Taschenlampe mit einer unendlichen Batterielaufzeit – aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.

Ausgerüstet mit dieser Lampe führt dies dazu, dass wir tatsächlich die meiste Zeit damit verbringen, uns in Ecken rumzudrucksen, abzuwarten, uns zu verstecken und klopfenden Herzens darauf zu warten, dass die Monster endlich einen anderen Weg einschlagen, damit wir vorankommen. Das ist super! Genau so sollte ein Survival-Horror sein. Viele Stealth-Einlagen, wenig Offensive. Dadurch ist es gar nicht möglich, hastig und übereilt durch das Spiel zu rauschen, sondern tatsächlich auf Geräusche, Lichter und die Atmung von Juli zu achten. Die Monster können mittels Werfen einer Flasche abgelenkt werden.

Später im Spiel finden wir Äxte, die allerdings sehr selten sind und nach einmaligem Gebrauch zerstört werden. Allerdings kann man mit diesen Äxten auch nicht einfach auf die Gegner zustürmen, sondern muss sich sehr, sehr vorsichtig anschleichen, um dann hinterhältigerweise einen modrigen Schädel zu spalten.

In einer einzigen Situation greift Juli plötzlich zur Pistole. Doch diese Szene ist gescripted und nach deren erfolgreicher Meisterung ist das Magazin leer und die Pistole verschwindet aus dem Inventar. Zu früh gefreut, mag sich manch einer denken. Ich fand es großartig.

Das Gefühl, sich in ausweglosen Situationen zu befinden, ist bei The Evil Within: The Assignment durch die erwähnte Beschränkung bei Auseinandersetzungen mit Bösewichtern fast dauerhaft präsent. Erst recht, wenn wir es mit einem starken Obermotz wie dem Scheinwerferkopf zu tun haben.

Kai Seuthe

Kaius spielt seit der Grundschule und wird das auch noch im Altersheim tun. Er ist als Let's Player KiltKaius unterwegs, schreibt Bücher und macht noch viele andere kreative Dinge. Retro-Spiele mag er, Rechtschreibfehler nicht. Darum kümmert er sich auch darum.
One Comment
  1. Christina Kutscher

    Christina Kutscher

    Ich finde die Bilder gut ausgewählt und auch der Text macht definitiv Lust auf mehr. Nicht, dass ich es jemals spielen würde, aber es klingt gut. Auch wenn der Untertitel wie der Untertitel eines Resident Evil 4 DLCs klingt und ich immer noch nicht verstehe, wie man die Reihe nicht mögen kann :O Aber trotzdem schöner Artikel!

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