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Studie bestätigt: Spielen von Action-Games fördert motorische Fähigkeiten2 min read

19. Juli 2016 2 Minimale Lesezeit
Jan Dreeser

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Studie bestätigt: Spielen von Action-Games fördert motorische Fähigkeiten2 min read

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Wer sich regelmäßig an actionlastigen Videospielen erfreut, könnte allein dadurch ein besserer Autofahrer sein als seine nichtzockenden Pendants. Dies hat eine aktuelle Studie von Psychologen aus Hong Kong und Shanghai ergeben. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Psychological Science veröffentlicht und zeigen, dass schon ein fünfstündiges Spielen von Actionspielen wie Mario Kart die Fahrtüchtigkeit der Probanden beeinflusste.

In der Studie mussten die Teilnehmer dreimal in einer 95-sekündigen Sequenz ein Fahrzeug in einer Fahrsimulation möglichst gerade halten, während Windstöße dies erschwerten. In einem zweiten Versuch mussten die Probanden mittels Joystick einen Punkt davon abhalten, sich von der Bildschirmmitte zu entfernen. Dabei konnten die Forscher feststellen: Diejenigen Tester, die regelmäßig Actionspiele konsumierten – mindestens fünf Stunden wöchentlich im Verlauf des letzten halben Jahres -, schnitten wesentlich besser ab als jene ohne Videospielerfahrung.

„Unsere Forschung zeigt, dass das Spielen von leicht zugänglichen Actionvideospielen für gerade einmal fünf Stunden ein kosteneffizientes Werkzeug sein kann, um Menschen dabei zu helfen, essentielle visuomotorische Fähigkeiten, die fürs Fahren benutzt werden, zu verbessern.“

Um eine Verbindung zwischen diesen motorischen Fähigkeiten und Videospielen herzustellen, bestückten die Forscher in einem weiteren Versuch eine Testgruppe mit Nicht-Gamern. Nun wurden diese in zwei Untergruppen unterteilt: Eine spielte vor dem Test im Fahrsimulator fünf Stunden lang Mario Kart, die andere das Strategiespiel Roller Coaster Tycoon. Dabei stellten die Forscher fest: Die Probanden, die mit Mario Kart ein Actionspiel konsumiert hatten, verbesserten im Gegensatz zu den Roller-Coaster-Tycoon-Spielern ihre Ergebnisse. Nach zehn Stunden Spielzeit sogar noch mehr als nach fünf.

Eine ähnliche Studie offenbarte gleichzeitig, dass nicht nur Rennspiele diesen positiven Effekt auf die motorischen Fähigkeiten haben: Eine Testgruppe, die Unreal Tournament spielte, zeigte ähnliche Ergebnisse wie die mit Mario Kart. Jedoch anscheinend in bestimmten spezifischen Bereichen der visuomotorischen Steuerung. Dies bedeutet, dass man mit unterschiedlichen Trainingstools verschiedene Zielgruppen ansprechen und gezielt verbessern könnte:

„Die verschiedenen Effekte von Renn- und FPS-Videospielen auf das sensomotorische System indizieren, dass das Training mit FPS statt mit Rennspielen für erfahrene Fahrer, die sichere Kontrolle haben, aber ihre Fähigkeit Eingabefehler-Signale vorherzusehen verbessern müssen, effizienter ist. Im Gegensatz dazu ist es für neue Fahrer, die immer noch damit ringen, sichere Kontrolle zu erlangen, hilfreicher, mit Rennspielen statt Shootern zu trainieren.“

Also, da habt ihr sie: Die perfekte Ausrede zum ausgiebigen Zocken. „Ich übe für die Fahrprüfung!“…

Jan Dreeser

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