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Unsere Review zur zweiten Episode von Life is Strange: Out of Time6 min read

30. März 2015 3 Minimale Lesezeit
Kai Seuthe

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Unsere Review zur zweiten Episode von Life is Strange: Out of Time6 min read

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Die ausführliche Review zu Life is Strange, die auch auf Sound, Grafik und dergleichen eingeht, findet ihr im ersten Artikel, den ihr unter folgendem Link nachlesen könnt: Life is Strange – Review.

Mit Out of Time startete im März die zweite Episode der Life is Strange-Serie. Konsequent erleben wir Max in ihrer Rolle als etwas eigenartige Schülerin, der es möglich ist, die Zeit zurück zu drehen und somit Dinge ungeschehen zu machen.

Die erste Episode endete mit einem interessanten Cliffhanger, der die Frage aufkommen ließ, was um alles in der Welt in dieser kleinen Stadt vor sich geht. Und inwiefern trägt Max Schuld an den Ereignissen?

Nun geht es also weiter und im Vergleich zur letzten Episode von Life is Strange wird diesmal klarer, dass unsere Handlungen massive Auswirkungen auf den Spielverlauf haben. Handelte es sich bei Chrysalis noch um vermeintliche Kleinigkeiten, bei denen wir dachten, dass diese oder jene Entscheidung lediglich dafür sorgte, dass Gespräche anders verliefen oder Cutscenes sich marginal änderten, so geht es diesmal um Entscheidungen, die essenzielle Bedeutung haben: Schießen wir auf den bösen Buben oder lassen wir uns von ihm die Waffe abnehmen, retten wir das Mädchen oder überlassen wir es dem Tod (ich drücke mich bewusst schwammig und allgemein aus, damit ich nicht versehentlich spoilere)? Square Enix bewarb Life is Strange Anfang des Jahres mit den verschiedenen Möglichkeiten, den Handlungsverlauf zu beeinflussen. Dahingehend enttäuschte mich die erste Episode, weil ich dachte, es handelte sich um eine Übertreibung. Doch wie man nun sehen kann, ist die erste Episode ganz klar als Auftakt, als Einfühung in die Welt von Life is Srange zu sehen.

Life ist Strange Episode 2 Out of Time (1)

Spielerisch hat sich in der zweiten Episode nichts geändert. Max ist in der Lage gefährliche oder dumme Situationen ungeschehen zu machen. So besteht in einer Szene die Gefahr, dass ihre Punk-Freundin Chloe vom Zug überrollt wird. An uns liegt es, das zu verhindert. Zwar ist die Situation spannend und erinnert in ihren Grundzügen an die Hitchcock-Dramaturgie, dennoch ist es nicht möglich, diese Gefahr unbeschadet zu überstehen. Entweder, man packt es, oder man muss es erneut versuchen. Das nimmt dem Ganzen etwas den Pfiff, möchte man meinen. Doch wie sich an anderer Stelle im Spiel zeigt, gibt es sehr wohl Situationen, in denen wir rasch und möglichst logisch entscheiden müssen, weil sonst z.B. jemand sein Leben lassen muss. Und das ist dann auch nicht mehr rückgängig zu machen (es sei denn, man beendet das Spiel prompt und lädt den letzten Speicherstand, aber das wäre ja nicht chick, oder?).

Life ist Strange Episode 2 Out of Time (1)
Schießen oder nicht – Es liegt in unserer Hand

Gut finde ich, dass es zu Beginn des Spiels einen Rückblick auf die vorherige Episode gibt, sodass der Übergang nach knapp zwei Monaten nicht allzu hart ist. Dennoch, wenn man länger brauchen sollte, bis man die nächste Episode spielt, könnte der Anschluss mitunter schwer fallen Das wird noch dadurch erschwert, dass man nach wie vor keine deutsche Sprachausgabe implementiert hat, was schlecht ist bei einem Adventure, bei dem es in etlichen Fällen auf kleinste Nebensätze ankommt, wenn es gilt, die vermeintlich richtige Entscheidung zu treffen. Schade, denn für Leute, denen Englisch schwer fällt, ist Life is Strange nach wie vor nicht zu empfehlen.

Life ist Strange Episode 2 Out of Time (1)
Ups, ein Suizidversuch
Life ist Strange Episode 2
Nur Max kann sich durch die stillstehende Zeit bewegen

Nach wie vor herausragend ist die Stimmung, die das Spiel erzeugt. Die Hintergrundgeräusche sind lebensecht, die Umgebung ist lebendig und scheint völlig autonom zu reagieren. Hin und wieder sitzt Max einfach da und denkt nach über sich, über die anderen, über das Leben an sich. Sanfte Kamerafahrten und verträumte Musik führen dazu, dass ich minutenlang auf den Bildschirm starre, lausche und in Gedanken schwelge, derweil das Spiel auf einen Tastendruck wartet. Aber das vergesse ich dann und lasse mich einfach treiben, so wie Max. Es gibt nicht viele Spiele, die so etwas schaffen.

Life ist Strange Episode 2 Out of Time
Ach wie schön ist eine Sonnenfinsternis – aber eine ungeplante?

Max‘ Zeitreisen sind cool, aber das Mädchen merkt, dass ihr das Herumgefuchtel im Raum-Zeit-Kontinuum (ja, ich bin Trekkie) ganz und gar nicht gut tut: Ihr wird schwindelig, sie sieht verschwommen, der Kopf schmerzt und sie bekommt Nasenbluten. Nasenbluten ist, das wissen alle Fans von Filmen mit übernatürlich begabten Menschen, ein untrügliches Zeichen für unglaubliche Gefahr. Wenn ihr Hiro Nakamura aus der Serie Heroes kennt, dann wisst ihr, was ich meine. Welche Konsequenzen das für Max hat, wird sich wohl erst in einer der letzten Episoden zeigen. Sicher ist auf jeden Fall, dass sich ihre Fähigkeiten zu erweitern scheinen. Einmal geschieht es, dass sie die Zeit komplett anhalten und sich durch den stillstehenden Raum bewegen kann. Aber welchen Preis muss sie dafür zahlen? Das werden wir vielleicht im Mai erfahren, wenn Episode 3 erscheint.

Kai Seuthe

Kaius spielt seit der Grundschule und wird das auch noch im Altersheim tun. Er ist als Let's Player KiltKaius unterwegs, schreibt Bücher und macht noch viele andere kreative Dinge. Retro-Spiele mag er, Rechtschreibfehler nicht. Darum kümmert er sich auch darum.
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